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schwieriger Fall
#19
Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich Bemüht heraus zu bekommen, welche Medikamente eventuell noch gereicht wurden. Diesbezüglich bin ich auf die Zusammenarbeit mit den behandelten Tierärzten und Tierheilpraktikern und Haltern angewiesen und stelle nur ungern Vermutungen auf, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Das Rupfen trat während der Brutzeit auf und erfolgte in Abständen von ca. 4 Wochen mit begleitender Eiablage. Scheinbar ein ersichtlicher Zyklus.
Der Kakadu wurde durch einen Tierarzt einer Hormonbehandlung unterzogen. Nach der Indikation traten für Tage erbrechen, Apathische Erscheinung auf und der allgemeine Zustand verschlechterte sich. Die Behandlung wurde daraufhin nicht mehr weiter geführt.

Eine Umstellung der Haltungsbedingungen auf die Bedürfnisse des Kakadus währen zu diesem Zeitpunkt mehr als wichtig gewesen und ich möchte behaupten, das man zu diesem Zeitpunkt die Symptome weitestgehend hätte lindern können.

Ihr wurden jedoch durch einen Tierheilpraktiker die Gabe Pulsatilla C1000 Globulli sowie zusätzlich in Tropfenform aufgrund eines Fragebogens verordnet, welches für mich sehr fraglich ist, da u. a. davon ausgegangen werden muss, dass Halter möglicherweise auch nicht ganz objektiv dies betrachten könnten und eine aussagekräftige Diagnose, wie Blutwerte, Röntgenbilder u. s. w. nicht vorlagen! Was meiner Meinung nach vor der weiteren Behandlung hätte dringend erfolgen müssen, um mögliche Erkrankungen wie Aspergillose, Metallvergiftung, Leber- und Nierenschädigungen u. s. w. ausschließen zu können.
Behandelt wurde gegen rupfen sowie eine vermeintlich hohe Eiablage, letzteres stelle ich nach Prüfung der Unterlagen in Frage, da bis zu diesem Zeitpunkt die Eiablage durchaus noch im normalen Bereich lag.
Warum das verordnete Mittel nicht nach wenigen Tagen abgesetzt wurde, ist unbekannt und so erfolgte eine Gabe über einen längeren Zeitraum.

Nach ausgiebigen Recherchen bei Tierärzten, Tierheilpraktikern, Ausbildern der Homöopathie, Verbänden sowie Apothekern konnte ich in Erfahrung bringen, dass dieses gereichte Mittel in dieser Darreichungsform C1000 ungeeignet ist und in keiner Weise gegen Rupfen bzw. Eiablage hilft, eher diese Symptome verstärken könnte und in dieser Potenz in die physische eingreift! Eingesetzt wird dieses Mittel hauptsächlich bei hormonellen Störungen und in einer anderen Potenz!
Es wurde dringend empfohlen, die Wirkung im Körper schnellstmöglich mit Kaffee oder Camphora C30 aufzuheben, jedoch bei dieser Potenzreichung würde dies nur ein Versuch sein.

Möglicherweise wurde durch Gabe des Präparats eine Reizwirkung u. a. auf die Haut verursacht, die die schweren Schübe bis hin zur Selbstverstümmlung mit verursacht haben könnte und würde die Verschlimmerung der Verhaltensauffälligkeit erklären.

Nach Beobachtungen hält der Schub einige Minuten an, wobei sie auf Außenreize nicht mehr reagiert und dabei selbst die noch nicht komplett durchgestoßenen Kiele zerstört. Ein sich ab zeichnendes Muster konnte trotz intensiver Beobachtungen bisher nicht festgestellt werden und ich gehe davon aus, dass das Gehirn falsche Reizsignale sendet und nach einer so langen Verlaufszeit wir von einer mittlerweile chronischen Reizüberflutung ausgehen müssen.


Nach meiner Erfahrung heraus, sollten und müssen Tierliebhaber kritisch der Frage der Medikation gegenüber stehen!
Leider kommt es immer wieder vor, dass Halter sich u. a. aus dem Internet Medikamente besorgen, weil es irgendwo mal angeschlagen hat bzw. gute Erfahrungen gemacht wurden sind und dies oft ohne vorhandenen medizinischen Befunde!
Nicht selten bekomme ich u. a. zu hören, es sind nur pflanzliche Medikamente und die haben keine negativen Wirkungen und es wird schnell vergessen, dass pflanzliche Mittel auch allergische Reaktionen hervor rufen können! Auch die „harmlos“ wirkenden Globulli!
Zu dem geht das medizinische Fachpersonal davon aus, dass nur Anreize im Körper gesetzt werden sollen und die Behandlung nach wenigen Tagen abgesetzt werden muss, um keine Reizüberflutung zu erhalten.

Ein Medikament ist und bleibt ein Medikament, welches falsch verordnet/ eingenommen schlimme Folgen mit sich bringen kann.

Wir konnten ein weiteres Puzzelteil bei der massiven Verhaltensauffälligkeit des Kakadus herausfinden. Verhaltensauffälligkeiten und deren Ursachen zu erkennen, ist ein zusammensetzen von mehreren Faktoren und nicht immer durch nur einen Umstand (w. z. B. Einzelhaltung) begründet.

Welche Gegenmaßnahmen nun noch eingeleitet werden können, bleibt vorerst abzuwarten. Trotz der angelegten (2!) Halskragen versucht sie Schubweise weiter rupfen zu können. Uns stellt sich die Frage, wenn dieses verordnete Mittel tiefe physische Reizwirkungen ausgelöst hat, wie neutralisieren? Ich bevorzuge das Wort: entgiften! Es bleibt auch abzuwarten, ob die nunmehr drastisch einzuleitenden Maßnahmen erfolg haben. Aber eins ist bereits jetzt schon absehbar, es benötigt Jahre der intensiven therapeutischen Begleitung, mit noch ungewissen Erfolg!

LG Petra
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schwieriger Fall - von petrats4 - 09.04.2010, 19:00
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RE: schwieriger Fall - von Uhu - 28.06.2010, 16:18

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